CITES II (Herkunftsnachweis vom Züchter erforderlich)

Steckbrief Madagaskar Taggeckos Pdf
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Allgemeine Informationen

  • Wissenschaftlicher Name: Phelsuma grandis

  • Familie: Gekkonidae (Geckos)

  • Herkunft: Madagaskar

  • Verbreitung: Ostküste und zentrale Regenwaldgebiete Madagaskars

  • Lebensraum:

    • Tropische Regenwälder

    • Auf Bäumen, Sträuchern und Bambus, oft in Blattwerk oder Baumrinde

  • Besonderheit: Einer der größten und auffälligsten Taggeckos, sehr lebhaft und farbenprächtig


Aussehen

  • Färbung:

    • Knallgrün mit roten Flecken oder Streifen am Rücken

    • Blaue oder türkisfarbene Akzente an Kopf und Schwanz

    • Bauch hell, cremefarben

  • Schwanz: dick, dient als Fettspeicher

  • Besonderheiten: große Haftlamellen für ausgezeichnetes Klettern; lebhafte Farben, besonders bei Männchen


Lebensweise & Verhalten

  • Aktivität: tagaktiv (diurnal)

  • Verhalten: sehr aktiv und neugierig; exzellente Kletterer, bleiben überwiegend auf Pflanzen

  • Temperament: territorial, besonders Männchen gegenüber Artgenossen

  • Sozialverhalten: kann in kleinen Gruppen gehalten werden, mehrere Männchen nur mit Vorsicht


Ernährung

  • Ernährungsform: Omnivor

  • Tierisches Futter: kleine Grillen, Heimchen, Wachsmottenlarven, Springschwänze

  • Pflanzliche Nahrung: Nektar, Obstbrei (Banane, Mango, Papaya), Phelsuma-Futter mit Honig

  • Fütterung: Jungtiere täglich, Erwachsene 2–3× pro Woche

  • Supplementierung: Kalzium bei jeder Fütterung, Vitamine 1× pro Woche

  • Wasser: tägliches Besprühen oder flache Wasserschale


Fortpflanzung

  • Geschlechtsreife: ca. 10–12 Monate

  • Eiablage: 2 Eier pro Gelege, mehrere Gelege im Jahr möglich

  • Eiablageplätze: Ritzen, Bambusröhren, Blattspalten

  • Inkubation: 45–60 Tage bei 28 °C

  • Jungtiere: Miniaturversion der Erwachsenen, selbstständig ab Schlupf


Besonderheiten

  • Einer der farbenprächtigsten Taggeckos

  • Sehr aktiv, neugierig und exzellente Kletterer

  • Männchen territorial; keine zu kleinen Terrarien für Gruppenhaltung


Fazit

Phelsuma grandis ist ein großer, farbenprächtiger Taggecko. Tagaktiv, exzellente Kletterer und sehr aktiv – ideal für Beobachtungsterrarien mit reichlich Pflanzen und Klettermöglichkeiten. 🦎💚


Wie sieht die Landschaft in der freien Wildbahn aus?


Gesetzliche Richtlinie:  vom 23. April 2008 (Stand am 1. Juni 2022)

 

für 2 Madagaskar Taggeckos = (6x KL Länge des Terrariums) x (6x KL Tiefe des Terrariums) x (8x KL Höhe des Terrariums)

 

für jedes weitere Tier = (2x KL Länge des Terrariums) x (2x KL Tiefe des Terrariums) zusätzlich

Berechnung: 20 cm KL: 120 x 120 x 160 cm für jedes weitere Tier: 40 x 40cm

3) Die Temperatur muss den Bedürfnissen der Tiere entsprechen. Ein kleinerer Teil des Geheges muss allenfalls eine höhere Temperatur aufweisen und je nach Art muss für jedes Tier eine Wärmequelle vorhanden sein, damit es sich individuell der Strahlung aussetzen kann, ausser bei Freilandhaltung.

8) In allen Gehegen müssen, entsprechend der Art, horizontale oder vertikale Klettermöglichkeiten, z. B. Bäume, körperdicke Äste oder Felswände, vorhanden sein.

26) Bei gewissen tagaktiven Arten sind helle Lampen (HQL, HQI oder vergleichbare Lampen) zur Bestrahlung lokaler Aufwärmplätze zu verwenden, ausser die Tiere werden im Freiland oder in Gehegen mit direkter Sonneneinstrahlung gehalten. Die ausschliessliche Verwendung von Bodenheizungen oder Infrarotstrahlern ist nicht zulässig.


Geschlechtsunterschiede:

Geschlechtsunterschiede bei Madagaskar-Taggeckos (Phelsuma grandis)

Die Geschlechter von Phelsuma grandis lassen sich anhand einiger äußerer Merkmale sowie Verhaltensweisen unterscheiden:


1. Körpergröße und Färbung

  • Männchen:
    • Oft etwas größer als Weibchen.
    • Intensivere und leuchtendere Färbung, insbesondere während der Balzzeit.
    • Rot- oder orangefarbene Flecken und Streifen können bei Männchen ausgeprägter sein.
  • Weibchen:
    • Tendenziell kleiner und weniger auffällig gefärbt.
    • Flecken und Streifen sind meist weniger intensiv oder kleiner.

2. Sichtbare anatomische Merkmale

  • Männchen:
    • Hemipenistaschen: Kleine, beidseitige Wölbungen an der Schwanzbasis, die die Hemipenes (Geschlechtsorgane) beherbergen. Diese sind bei Männchen deutlich zu erkennen.
    • Präanofemorale Poren: Kleine, porenartige Strukturen an den Oberschenkeln und in der Nähe der Kloake, die Pheromone absondern. Diese Poren sind bei Männchen größer, deutlicher sichtbar und häufig in einer geraden Reihe angeordnet.
  • Weibchen:
    • Fehlen der Hemipenistaschen an der Schwanzbasis.
    • Präanofemorale Poren sind entweder sehr klein oder kaum sichtbar.

3. Verhalten

  • Männchen:
    • Stark territorial, vor allem gegenüber anderen Männchen.
    • Zeigen in der Fortpflanzungszeit ein Balzverhalten, bei dem sie durch Kopfnicken, intensivere Färbung und zischende Laute imponieren.
  • Weibchen:
    • Weniger territorial.
    • Verhalten ist insgesamt zurückhaltender, insbesondere außerhalb der Paarungszeit.

4. Geschlechtsbestimmung bei Jungtieren

  • Bei Jungtieren ist die Geschlechtsbestimmung schwierig, da die präanofemoralen Poren und Hemipenistaschen erst mit zunehmendem Alter deutlicher werden. Eine zuverlässige Bestimmung ist oft erst nach 6–12 Monaten möglich.

Zusammengefasst bieten Färbung, anatomische Merkmale und Verhalten klare Hinweise zur Geschlechtsunterscheidung bei Phelsuma grandis.