Allgemeine Informationen
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Wissenschaftlicher Name: Heteronotia binoei
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Familie: Gekkonidae (Geckos)
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Herkunft: Australien
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Verbreitung: Weite Teile des westlichen, südlichen und zentralen Australiens, einschließlich Wüsten- und Halbwüstenregionen
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Lebensraum: Trockenes Buschland, Halbwüsten, felsige Regionen; häufig unter Steinen, in Ritzen oder Laubstreu
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Besonderheit: Bodenbewohnender Gecko; sehr anpassungsfähig an trockene, heiße Lebensräume
Aussehen
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Färbung: Grau-braun bis sandfarben mit unregelmäßigen dunklen Flecken; Bauch heller
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Schwanz: dünn, kurz, kann bei Gefahr abgeworfen werden (autotomie)
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Besonderheiten: kleine Schuppen, große Augen; Dornschwanzgecko-artige Schwanzform bei manchen Populationen
Lebensweise & Verhalten
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Aktivität: nachtaktiv / dämmerungsaktiv
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Verhalten: flink, bodenbewohnend; tagsüber versteckt unter Steinen oder Laub
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Temperament: scheu, sehr flink; kaum handzahm, eher Beobachtungstier
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Sozialverhalten: Einzelgänger; nur lose Gruppenbildung möglich
Fortpflanzung
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Geschlechtsreife: ca. 6–12 Monate
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Eiablage: 1–2 Eier pro Gelege; mehrere Gelege im Jahr möglich; Eier im lockeren Sand oder unter Steinen abgelegt
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Inkubation: 40–60 Tage bei ca. 28–30 °C
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Jungtiere: selbstständig ab Schlupf, ca. 3–4 cm lang
Besonderheiten
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Extrem anpassungsfähig an trockene Wüsten- und Halbwüstenhabitate
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Schnell, flink, sehr scheu
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Schwanz kann abgeworfen werden – natürliche Verteidigungsstrategie
Fazit
Heteronotia binoei ist ein kleiner, agiler Wüstengecko, ideal für Beobachter, die naturnahe Wüstenterrarien einrichten möchten. Bodenbewohnend, flink und scheu – faszinierend zu beobachten, aber nicht zum Handling geeignet. 🦎🌵
Wie sieht die Landschaft in der freien Wildbahn aus?
Gesetzliche Richtlinie: vom 23. April 2008 (Stand am 1. Juni 2022)
für 2 Geckos = (6x KL Länge des Terrariums) x (2x KL Breite des Terrariums) x (8x KL Höhe des Terrariums)
für jedes weitere Tier = (2x KL Länge des Terrariums) x (2x KL Breite des Terrariums) zusätzlich
KL 7cm = für 2 Tiere: 42x 14x 56cm Terrarium für jedes weitere + 14x14cm
3) Die Temperatur muss den Bedürfnissen der Tiere entsprechen. Ein kleinerer Teil des Geheges muss allenfalls eine höhere Temperatur aufweisen und je nach Art
muss für jedes Tier eine Wärmequelle vorhanden sein, damit es sich individuell der Strahlung aussetzen kann, ausser bei Freilandhaltung.
(4) Die klimatischen Bedingungen über das Jahr hindurch müssen so gewählt werden, dass eine Winter- oder Kältestarre oder eine Trockenruhe für alle Altersklassen erfolgen kann.)
5) Soziale Struktur beachten. Unter Umständen müssen die Tiere einzeln gehalten werden.
8) In allen Gehegen müssen, entsprechend der Art, horizontale oder vertikale Klettermöglichkeiten, z. B. Bäume, körperdicke Äste oder Felswände, vorhanden
sein.
9) Versteckmöglichkeiten müssen vorhanden sein.
Geschlechtsunterschiede:
Da Heteronotia binoei auch parthenogenetisch (selbstbefruchtend) sein kann, gibt es bei vielen Tieren keine Notwendigkeit für Männchen zur Fortpflanzung. Diese Eigenschaft führt dazu, dass die Geschlechtsunterscheidung in manchen Populationen nicht immer notwendig oder offensichtlich ist.