📍 Steckbrief
Allgemeine Informationen
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Wissenschaftlicher Name: Gonatodes ocellatus
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Familie: Sphaerodactylidae (Zwerggeckos)
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Herkunft: Südamerika
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Verbreitung: Venezuela, Guyana, möglicherweise Teile von Brasilien
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Lebensraum:
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Feuchte tropische Regenwälder
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Bodennahes Unterholz, Baumstämme, Blätter, Rinde
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Besonderheit: Sehr kleine, scheue Gecko-Art; oft schwer zu entdecken, lebt bodennah oder niedrig auf Vegetation
Aussehen
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Färbung:
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Grundfarbe bräunlich bis grau
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Charakteristische Augenflecken („ocelli“) auf Rücken oder Kopf bei einigen Populationen
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Bauch heller
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Schwanz: dünn, kann bei Gefahr abgeworfen werden (Autotomie)
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Besonderheiten:
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Kleine, glatte Schuppen
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Große Augen für nachtaktive oder dämmerungsaktive Lebensweise
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Lebensweise & Verhalten
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Aktivität: dämmerungsaktiv bis nachtaktiv
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Verhalten: sehr flink, scheu; bodennah, versteckt sich gern unter Laub oder Rinde
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Temperament: nicht handzahm, ideal zum Beobachten
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Sozialverhalten: Einzelgänger oder lose Gruppen; Männchen territorial gegenüber Artgenossen
Ernährung
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Ernährungsform: Insektenfresser
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Lebendfutter: kleine Insekten wie Springschwänze, Fruchtfliegen, Ameisen, kleine Grillen
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Fütterung: Jungtiere täglich, adulte Tiere 2–3× pro Woche
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Supplementierung: Kalzium 1–2× pro Woche; gelegentlich Multivitamine
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Wasser: flache Schale oder tägliches leichtes Besprühen
Fortpflanzung
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Geschlechtsreife: ca. 6–12 Monate
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Eiablage: 1 Ei pro Gelege; mehrere Gelege pro Jahr möglich; abgelegt in versteckten Laub- oder Rindenmulden
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Inkubation: ca. 50–60 Tage bei 25–28 °C
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Jungtiere: selbstständig ab Schlupf, ca. 2–3 cm lang
Besonderheiten
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Sehr kleine, zarte Art – braucht ruhige Terrarienhaltung
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Bodenbewohner, bodennahes Unterholz bevorzugt
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Schwanz zeigt bei Verlust Autonomie – natürliche Verteidigungsstrategie
Fazit
Gonatodes ocellatus ist ein winziger, scheuer Regenwaldgecko. Boden- und bodennahe Vegetationsbewohner, dämmerungsaktiv und flink – faszinierend zu beobachten, ideal für Terrarien mit dichter Bepflanzung und naturnaher Einrichtung. 🦎🌿
Wie sieht die Landschaft in der freien Wildbahn aus?
Gesetzliche Richtlinie: vom 23. April 2008 (Stand am 1. Juni 2022)
für 2 Augenfleck Taggeckos = (6x KL Länge des Terrariums) x (6x KL Tiefe des Terrariums) x (8x KL Höhe des Terrariums)
für jedes weitere Tier = (2x KL Länge des Terrariums) x (2x KL Tiefe des Terrariums) zusätzlich
Berechnung: 7 cm KL: 42 x 42x 56cm für jedes weitere Tier: 14x14cm
3) Die Temperatur muss den Bedürfnissen der Tiere entsprechen. Ein kleinerer Teil des Geheges muss allenfalls eine höhere Temperatur aufweisen und je nach Art muss für jedes Tier eine Wärmequelle vorhanden sein, damit es sich individuell der Strahlung aussetzen kann, ausser bei Freilandhaltung.
8) In allen Gehegen müssen, entsprechend der Art, horizontale oder vertikale Klettermöglichkeiten, z. B. Bäume, körperdicke Äste oder Felswände, vorhanden sein.
26) Bei gewissen tagaktiven Arten sind helle Lampen (HQL, HQI oder vergleichbare Lampen) zur Bestrahlung lokaler Aufwärmplätze zu verwenden, ausser die Tiere werden im Freiland oder in Gehegen mit direkter Sonneneinstrahlung gehalten. Die ausschliessliche Verwendung von Bodenheizungen oder Infrarotstrahlern ist nicht zulässig.
Geschlechtsunterschiede:
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Männchen:
- Haben oft intensivere Farben. Je nach Unterart sind sie leuchtend gelb, orange oder mit blauen Flecken gemustert.
- Der Kopf ist meist kräftiger und auffälliger gefärbt.
- Haben eine stärkere Kloakenregion mit erkennbaren Präanalporen (kleine Poren nahe der Kloake).
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Weibchen:
- Die Färbung ist oft schlichter, meistens bräunlich oder graugrün, wodurch sie besser getarnt sind.
- Fehlen die Präanalporen.
- Der Kopf ist weniger kräftig und unscheinbarer.