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Steckbrief - Viperngeckos
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Allgemeine Informationen

  • Wissenschaftlicher Name: Hemidactylus imbricatus

  • Familie: Gekkonidae (Geckos)

  • Herkunft: Indien

  • Verbreitung: Weit verbreitet in tropischen und subtropischen Gebieten Indiens, teilweise auch in Sri Lanka

  • Lebensraum:

    • Felsen, Mauern, Gebäude, Häuser und Baumstämme

    • Anpassungsfähig an urbanisierte Gebiete und Naturhabitate

  • Besonderheit: Boden- und Wandeinwohner; kann sowohl in natürlichen als auch von Menschen geschaffenen Lebensräumen leben


Aussehen

  • Färbung: Grau-braun mit hellen Sprenkeln oder Bändern; Bauch hell
  • Schwanz: schlank, kann bei Gefahr abgeworfen werden (Autotomie)

  • Besonderheiten: große Haftlamellen an Zehen für Kletterfähigkeit; raue, leicht schuppige Haut


Lebensweise & Verhalten

  • Aktivität: nachtaktiv / dämmerungsaktiv

  • Verhalten: flink, sehr gute Kletterer; halten sich gern an Wänden oder Felsen auf

  • Temperament: scheu, nicht handzahm; ideal zum Beobachten

  • Sozialverhalten: meist einzeln, gelegentlich locker gruppiert an Futterplätzen


Ernährung

  • Ernährungsform: Insektenfresser

  • Lebendfutter: Fruchtfliegen, kleine Grillen, Ameisen, Termiten

  • Fütterung: Jungtiere täglich, Erwachsene 2–3× pro Woche

  • Supplementierung: Kalzium 1–2× pro Woche; Vitamine nach Bedarf

  • Wasser: flache Schale, regelmäßig erneuern


Fortpflanzung

  • Geschlechtsreife: ca. 6–12 Monate

  • Eiablage: 1–2 Eier pro Gelege; mehrere Gelege pro Jahr möglich; versteckt unter Rinde, Steinen oder Mauerspalten

  • Inkubation: 45–60 Tage bei 28–30 °C

  • Jungtiere: selbstständig ab Schlupf, ca. 3–4 cm lang


Besonderheiten

  • Sehr anpassungsfähige Art, die sowohl natürliche als auch urbane Lebensräume nutzt

  • Schnelle Kletterer, ideal für Beobachtungsterrarien

  • Schwanz zeigt bei Verlust Autonomie – natürliche Abwehrstrategie


Fazit

Hemidactylus imbricatus ist ein kleiner, sehr anpassungsfähiger Gecko. Boden- und Wandeinwohner, nachtaktiv und flink – faszinierend zu beobachten, besonders in urbanen Nachbildungen seines natürlichen Lebensraums. 


Wie sieht die Landschaft in der freien Wildbahn aus?


Gesetzliche Richtlinie:  vom 23. April 2008 (Stand am 1. Juni 2022)

 

für 2 Viperngeckos = (6x KL Länge des Terrariums) x (6x KL Tiefe des Terrariums) x (2x KL Höhe des Terrariums)

 

für jedes weitere Tier = (2x KL Länge des Terrariums) x (2x KL Tiefe des Terrariums) zusätzlich

Berechnung: 8 cm KL: 48 x 48 x 16cm für jedes weitere Tier: 16 x16 cm

 

3) Die Temperatur muss den Bedürfnissen der Tiere entsprechen. Ein kleinerer Teil des Geheges muss allenfalls eine höhere Temperatur aufweisen und je nach Art muss für jedes Tier eine Wärmequelle vorhanden sein, damit es sich individuell der Strahlung aussetzen kann, ausser bei Freilandhaltung.

4) Die klimatischen Bedingungen über das Jahr hindurch müssen so gewählt werden, dass eine Winter- oder Kältestarre oder eine Trockenruhe für alle Altersklassen erfolgen kann.

5) Soziale Struktur beachten. Unter Umständen müssen die Tiere einzeln gehalten werden.

7) Der Boden muss teilweise mit grabfähigem Substrat versehen sein, sodass die Tiere darin graben und, je nach Art, sich zurückziehen können.

9) Versteckmöglichkeiten müssen vorhanden sein.


Geschlechtsunterschiede:

Kloakenregion:

  • Männchen: Männliche Viperngeckos besitzen eine sichtbare Kloakenwölbung, die durch die Hemipenisschilde (männliche Fortpflanzungsorgane) verursacht wird. Diese Wölbung zeigt sich als kleine, runde Erhebung am Schwanzansatz.
  • Weibchen: Weibchen haben eine flachere Kloakenregion ohne diese markante Erhebung. Es sind keine sichtbaren Hemipenisschilde vorhanden.

Größe:

  • Männchen: Männchen sind in der Regel etwas kleiner und schlanker als Weibchen.
  • Weibchen: Weibchen sind meist größer und kräftiger gebaut. Während der Fortpflanzungszeit können sie durch Eier besonders füllig wirken.

Färbung:

  • Männchen: Männliche Viperngeckos können eine intensivere Färbung aufweisen, insbesondere an der Unterseite des Körpers und den Beinen. Diese Farben spielen möglicherweise eine Rolle bei der Balz.
  • Weibchen: Weibchen sind in der Regel weniger auffällig gefärbt und können insgesamt blasser erscheinen.

Verhalten:

  • Männchen: Männchen zeigen oft ein territorialeres und aggressiveres Verhalten, vor allem in der Fortpflanzungszeit. Sie verteidigen ihr Revier und versuchen, Rivalen zu vertreiben.
  • Weibchen: Weibchen sind weniger territorial und zeigen seltener aggressives Verhalten, es sei denn, sie fühlen sich bedroht.

Die Geschlechtsunterscheidung bei Viperngeckos wird besonders in der Reifephase deutlich, wenn die sekundären Geschlechtsmerkmale wie die Kloakenwölbung bei Männchen erkennbar werden.