Steckbrief Smaragd Langschwanzeidechsen Pdf
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Allgemeine Informationen

  • Wissenschaftlicher Name: Takydromus smaragdinus

  • Familie: Lacertidae (Eidechsen)

  • Herkunft: Japan (Ryukyu-Inseln)

  • Verbreitung: Südliche Inseln des japanischen Archipels, insbesondere Okinawa

  • Lebensraum:

    • Grasland, Buschwerk und Waldränder

    • Bodennahes Unterholz, Blätter und niedrige Vegetation

  • Besonderheit: Sehr schlanke, schnelle Eidechse mit extrem langem Schwanz; hauptsächlich tagaktiv


Aussehen

  • Färbung:

    • Leuchtend grün bis smaragdgrün am Rücken

    • Bauch hellgelb bis cremefarben

    • Jungtiere oft etwas matter gefärbt

  • Schwanz: lang, dünn, kann bei Gefahr abgeworfen werden (Autotomie)

  • Besonderheiten: Schlanker Körper, lange Beine, extrem agil


Lebensweise & Verhalten

  • Aktivität: tagaktiv (diurnal)

  • Verhalten: sehr flink, lauf- und springfreudig; bodennah und in niedriger Vegetation aktiv

  • Temperament: scheu, nicht handzahm; ideal für Beobachtung

  • Sozialverhalten: Einzelgänger oder locker in kleinen Gruppen


Ernährung

  • Ernährungsform: Insektenfresser

  • Lebendfutter: kleine Grillen, Heimchen, Springschwänze, kleine Käfer

  • Fütterung: Jungtiere täglich, adulte Tiere 2–3× pro Woche

  • Supplementierung: Kalzium 1–2× pro Woche, gelegentlich Multivitamine

  • Wasser: kleine flache Schale oder leichtes tägliches Besprühen


Fortpflanzung

  • Geschlechtsreife: ca. 6–8 Monate

  • Eiablage: 1–2 Eier pro Gelege; mehrere Gelege pro Jahr möglich; abgelegt in Sand oder unter Laub

  • Inkubation: 40–50 Tage bei ca. 25–28 °C

  • Jungtiere: selbstständig ab Schlupf, ca. 3–5 cm lang


Besonderheiten

  • Extrem flinke, tagaktive Eidechse mit sehr langem Schwanz

  • Boden- und bodennahe Vegetationsbewohner

  • Schwanzverlust möglich – natürliche Verteidigungsstrategie


Fazit

Takydromus smaragdinus ist eine kleine, schlanke und äußerst flinke Eidechse. Tagaktiv, bodennah und ideal für naturnahe Terrarien mit dichtem Gras und niedriger Vegetation – perfekt zum Beobachten, aber nicht zum Handling geeignet. 🦎🌿


Wie sieht die Landschaft in der freien Wildbahn aus?


Gesetzliche Richtlinie:  vom 23. April 2008 (Stand am 1. Juni 2022)

 

für 2 Smaragd Langschwanzeidechsen = (6x KL Länge des Terrariums) x (6x KL Tiefe des Terrariums) x (8x KL Höhe des Terrariums)

 

für jedes weitere Tier = (2x KL Länge des Terrariums) x (2x KL Tiefe des Terrariums) zusätzlich

Berechnung: 15 cm KL: 90 x 90 x 120 cm für jedes weitere Tier: 30 x 30cm

3) Die Temperatur muss den Bedürfnissen der Tiere entsprechen. Ein kleinerer Teil des Geheges muss allenfalls eine höhere Temperatur aufweisen und je nach Art muss für jedes Tier eine Wärmequelle vorhanden sein, damit es sich individuell der Strahlung aussetzen kann, ausser bei Freilandhaltung.

8) In allen Gehegen müssen, entsprechend der Art, horizontale oder vertikale Klettermöglichkeiten, z. B. Bäume, körperdicke Äste oder Felswände, vorhanden sein.

26) Bei gewissen tagaktiven Arten sind helle Lampen (HQL, HQI oder vergleichbare Lampen) zur Bestrahlung lokaler Aufwärmplätze zu verwenden, ausser die Tiere werden im Freiland oder in Gehegen mit direkter Sonneneinstrahlung gehalten. Die ausschliessliche Verwendung von Bodenheizungen oder Infrarotstrahlern ist nicht zulässig.

 

 


Geschlechtsunterschiede:

Bei Takydromus smaragdinus sind die Geschlechtsunterschiede nicht immer stark ausgeprägt, aber es gibt einige Merkmale, die helfen können, zwischen Männchen und Weibchen zu unterscheiden:

1. Größe und Körperbau:

  • Männchen: In der Regel sind Männchen etwas kleiner und schlanker als Weibchen, obwohl der Unterschied nicht extrem auffällig ist.
  • Weibchen: Weibchen sind oft robuster und größer, besonders in der Zeit vor oder nach der Eiablage.

2. Färbung:

  • Männchen: haben in der Regel eine intensivere und leuchtendere grüne Farbe, besonders während der Fortpflanzungszeit. Sie können auch zusätzliche auffällige Farbnuancen in Blau oder Gelb zeigen, besonders am Kopf und an den Flanken.
  • Weibchen: Weibchen sind tendenziell etwas blasser und weniger farbenfroh, vor allem während der Fortpflanzungsperiode.

3. Verhalten:

  • Männchen: zeigen während der Balzzeit aktiveres und territoriales Verhalten. Sie sind in der Regel aggressiver gegenüber anderen Männchen und verteidigen ihr Revier energischer.
  • Weibchen: Weibchen sind in der Regel weniger territorial und ruhiger im Verhalten. Während der Fortpflanzung können sie jedoch aggressiver gegenüber anderen Weibchen sein, um ein geeignetes Eiablagegebiet zu finden.

4. Genitalbereich:

  • Männchen: Der Bereich um den Kloakenbereich ist bei Männchen oft deutlich erkennbar, da sie eine größere Kloakenwölbung haben. Manchmal kann ein geschwollener Bereich um die Kloake auf das Vorhandensein von Geschlechtsorganen hinweisen.
  • Weibchen: haben eine weniger ausgeprägte Wölbung im Kloakenbereich, besonders während der Fortpflanzungszeit.

5. Fortpflanzungsverhalten:

  • Männchen: Während der Paarungszeit verstärken Männchen ihre Balzsignale, indem sie ihre Farben intensivieren und Kopfbewegungen oder kleine Tänze ausführen, um Weibchen zu beeindrucken.
  • Weibchen: Weibchen sind während der Fortpflanzung weniger aktiv in der Balz, sondern wählen in der Regel das Männchen, das sich am meisten zeigt und ihre Reviere respektiert.

Diese Unterschiede sind besonders während der Fortpflanzungszeit auffällig. Ansonsten können die Geschlechter in ihrer äußeren Erscheinung ähnlich wirken, und eine eindeutige Bestimmung kann bei jüngeren Tieren schwieriger sein.